Elektroinstallationen

Es gibt zwei Arten, elektrische Installationen zu planen und zu errichten:

1.zentral
2.dezentral

Vorteil der zentralen Elektroinstallation ist, dass alle wichtigen
Betriebsmittel in einem Verteiler zusammengefasst sind, was eine schnelle
Fehlersuche ermöglicht. Nachteilig dabei ist, dass die meist langen
Leitungslängen zu den Verbrauchern genau dimensioniert werden müssen, um
Spannungsabfälle möglichst klein zu halten. Bei der dezentralen
Elektroinstallation werden die Betriebsmittel nahe bei den Verbrauchern
angeordnet, was eine bessere Anlagenübersichtlichkeit und deutlich weniger
Kabel und Leitungen bedeutet. Ein Vorteil dabei ist neben den niedrigeren
Kosten auch der deutlich verbesserte Brandschutz
In Deutschland wird die Elektroinstallation durch zahlreiche
VDE-Bestimmungen und DIN-Normen geregelt. Nennenswert sind in diesem
Zusammenhang insbesondere die Reihe VDE DIN 100, sowie die Norm DIN 18015.

DIN-VDE 0100 enthält Bestimmungen zur Planung, Errichtung und Prüfung
elektrischer Anlagen, sowohl für Wohngebäude, als auch für gewerbliche und
öffentliche Gebäude.

DIN 18015 enthält Angaben zu elektrischen Anlagen in Wohngebäuden, deren
Mindestausstattung, Planungsgrundlagen, sowie Leitungsführung und Anordnung
von Betriebsmitteln.

Die Richtlinie RAL-RG 678 erweitert DIN 18015. Je nach Anforderungen an
Komfort und Energieeffizienz legt die Richtlinie verschiedene Standards
fest. Die Klassifizierung beginnt bei der Kennzeichnung durch einen Stern,
was der Mindestausstattung nach DIN 18015-2 entspricht, und reicht bis zur
Kennzeichnung mit 3 Sternen für gehobene Ansprüche. Die Standards
berücksichtigen dabei Funktionsbereiche wie z.B. Beleuchtungssteuerung,
Rollladen- und Jalousiesteuerung, Einzelraumtemperaturregelung, Heizung und
Lüftung oder Einbruch- und Brandmeldung.